Mit Film fotografieren dauert - das soll keine Beschwerde sein. Ich hab es so gewollt, es soll wenigstens ein Teil meines Lebens langsam und gemütlich ablaufen. Allerdings kann man die digitale Welt nicht verleugnen, also muss der Analogfotograf immer einen Weg finden, seine Bilder zu digitalisieren - es sei denn, er macht nur Dias und hat leidensfähige Freunde und einen grossen Wohnzimmer.
Aktuell scanne ich alle Bilder mit einem Nikon Coolscan V ED. Der ist an und für sich einfach klasse, holt viel aus dem Film raus und kann Streifen von bis zu 6 Bilder auf einmal einscannen. Aber auch dieser Scanner ist auf Dauer einfach laaaaa . . .... ngsaaa ...a .a.ammm.
Damals, wo alles Analog war, und man das hatte, was man heutzutage einen "nassen Dunkelkammer" nennt, gab es so genannte Kontaktabzüge. Anstatt die Negative zu vergrößern, legte man einfach die Negativstreifen (oft mit Hilfe einer Schablone) direkt auf dem Fotopapier. Die etwas modernere Version kennen diejenigen, die noch im Drogeriemarkt ihre Filme entwickeln lassen. Damit konnte man schnell, und vor allem kostengünstig, einen schnellen Überblick über die Aufnahmen bekommen.
Heutzutage gibt es mehrere Möglichkeiten, dieses Verfahren ins Digitale zu übertragen. Zum einen könnte ich ungefähr 3000€ ausgeben für den Coolscan 5000 ED mit einem Adapter. Nee, lassen wir lieber. Es gibt auf Flachbrettscanner, die speziell für das Scannen von Film ausgelegt sind, und mit Schablonen auch mehrere auf einmal scannen können. Leider haben wir nicht den Platz dafür.
Ein Tipp, den ich aufgeschnappt habe, ist das es durchaus mit einem normalen Scanner möglich ist. Man nehme einen Kontaktabzugsrahmen (im Notfall langt da auch ein Negativhülle aus Acetat) und ein Spiegel, der für die richtige Hinterleuchtung sorgt. Angeblich.
Also habe ich einen solchen Rahmen geholt, und folgendes kam dabei raus:

Eindeutig nicht zufriedenstellend!
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